Austria Filmmakers Cooperative
Währingerstr. 59
WUK
A-1090 Wien
E-mail: office@filmcoop.at
 

SYNERGIE: TEXT & FILM VI

Austria Filmmakers Cooperative und Grazer Autorinnen Autorenversammlung präsentieren:

Poesie, Texte, Filme und Videos von

  • Christa Biedermann
  • Moucle Blackout
  • Linda Christanell
  • Tone Fink
  • Ilse Kilic
  • SI. SI. Klocker
  • Mara Mattuschka
  • Magdalena Knapp-Menzel
  • Erika Kronabitter
  • Sophie Reyer
  • Gerhard Rühm
  • Felix Kalaivanan
  • Hubert Sielecki
  • Fritz Widhalm u.a.

In Anwesenheit der Künstler_innen

Di. 5. Dez. 2017, 19.30 Uhr, WUK Foyer, Wien

Programm und Moderation: Elisabeth Maria Klocker

Eintritt frei!

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Veranstaltung auf WUK-Homepage

 

Durch viele Jahre hindurch hat die Austria Filmmakers Coop an unterschiedlichen Orten, wie z.B. dem Schikaneder Kino, dem Kino im WUK, der Fotogalerie Wien ihre sorgfältig kuratierten Filmprogramme gezeigt. Es gelang, viele spannende, innovative FilmemacherInnen vorzustellen und deren vielseitiges Werk einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Der Filmabend SYNERGIE: Text und FILM VI führt diese Tradition weiter und versammelt herausragende Kurzfilme, die einzigartige Verbindungen zwischen den einzelnen Kunstgattungen, wie Literatur, Poesie, Video, Avantgarde, Experimentalfilm, Musik, Animation und Comix herstellen. So werden die Betrachter_Innen in neue ästhetische Räume entführt. Die 12 unterschiedlichen Filme und Videos erweitern auf lustvolle Weise unseren Horizont. Literatur und Film gehen in dieser Kurzfilmschau unterschiedliche Synergien ein und bereichern unsere Seh-, und Hörgewohnheiten.

An diesem Abend finden ungewöhnliche Experimente statt und einige spannende Weltpremieren werden zu sehen sein.

So unternimmt die Künstlerin Christa Biedermann eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit. Sie hat die Geschichte ihres Verwandten Anton Rath aufgearbeitet. Dieser befand sich von 1915 bis 1917 in russischer Kriegsgefangenschaft und fotografierte seltene Ansichten in Sibirien. Die hochinteressanten Fotografien werden nebst Postkarten in dem Video "Anton Rath's Fotografien aus seiner russischen Kriegsgefangenschaft in Sibirien 1915 - 1917" / 2014 zu sehen sein.

Moucle Blackout, die Grande Dame des österreichischen Avantgardefilms zeigt „Neue Wege bricht neue Welt aus“ aus dem Jahr 1996. Sie erklärt: In Zusammenarbeit mit der Literatin Karin Schöffauer, die ihren eigenen Text liest, entstand der Film im Rahmen des Projektes Text & Film 1996. Eine epische Sprache der Einsamkeit, der Trauer und der Auflehnung dagegen, begleitet den immer wiederkehrenden Eintritt in einen unbewohnten Raum. Schöne Bilder eines winterlich verzauberten Wiens prägen sich ein.

Die bekannte Künstlerin Linda Christanell präsentiert ihren Film „A Rose is a Rose“ / 2002 basierend auf dem Zitat von Gertrude Stein. Eine Geschichte der Spannung zwischen „Nachtigall und Nadel“ zwischen Erotik und Verletzung. „Blumen am Rande des Fleisches“ - Die Rose als Zeichen und ein wunderbares poetisches Gedicht von Friederike Mayröcker machen den Film zu einer kleinen Kostbarkeit.

Tone Fink zeigt den Zeichentrickfilm „ T. Nicht füttern“ / 2016. Der Film wurde gemeinsam mit dem Altmeister des Trickfilms Richard Fehsl gezeichnet. Die Live-Stimme-Sound und die geniale Text-Performance von Magdalena Knapp-Menzel ist hierzu die perfekte Ergänzung.

Felix Kalaivanan ist ein junger Vorarlberger Filmemacher, von dem sein Film „Neujohr“ stammt. Dieser auf 16 mm gedrehte Film wurde 2017 auf der Diagonale in Graz aufgeführt. Unter extremen Temperaturen durchleben die beiden Protagonisten heftige Gefühlsschwankungen. Der Kurzspielfilm wurde unter schwierigen Wetterbedingungen bei minus 16 Grad im Rheintal realisiert. Viele ungeplante Dinge passierten, die den Film sehr reizvoll machen.

Auch in ihrem neuesten Video „Trink-, und Liebeslied“ / 2017 greift Ilse Kilic charmant nach den Sternen und resümiert: „Kann man einen Stern vom Himmel holen? Sie sind schwer zu erwischen.“ Wer könnte da wohl widersprechen? Ausserdem erzählt sie im „Geburtstagsfilm“ 2017 auf unverwechselbare Art und Weise von den immer wieder kehrenden Geburtstagen ihres Lebens und was das zu bedeuten hat.

„Les Miserables“ / 1987 von Mara Mattuschka führt uns mit unverwechselbarer Leichtigkeit und mit viel Witz zu einem Liebesgedicht der anderen Art. In ihrem köstlichen Animationsfilm gehen Mimi und Max spielerisch auf die Suche nach einem Du. Taubstumm oder blind spielen auf dieser analogen Partnerbörse der 80er Jahre keine Rolle. Dabei gehen “Augen und Ohren leicht verloren…“

Dadaistisches und Humorvolles liefern die Filme des Fröhlichen Wohnzimmers: Fritz Widhalm erklärt schmunzelnd im Video „Edle Dichtungen“ / 2017 programmatisch und ironisch zugleich „Dieser Film ist keine Meditation, in diesem Film ist kein Platz für Anstrengung, dieser Film ist wie Wasser lassen.“

Hubert Sielecki verfilmt ein ironisches Lied von einem der letzten Universalkünstler Gerhard Rühm, der ein fabulöses Chanson geschrieben und vertont hat. Die „Josephslegende“ / 2016 ist eine originelle und sehenswerte Auseinandersetzung mit den biblischen Eltern von Jesus von Nazareth.

Auch auf die einzigartigen, künstlerischen Videos von Erika Kronabitter und SI. SI. Klocker und Sophie Reyer dürfen wir mehr als gespannt sein.